Das Erasmus+ Projekt AI.Proof hat zum Ziel, eine zukunftsorientierte Medienkompetenz zu fördern und eine Kultur der kritischen Reflexion im Umgang mit der zunehmend allgegenwärtigen Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) zu etablieren – bei Fachkräften der Jugendarbeit, Jugendorganisationen und letztlich natürlich auch bei jungen Menschen selbst. Das Projekt möchte die digitale Bereitschaft, Resilienz und den ethischen Umgang mit KI stärken, indem es den Wissensaustausch zwischen KI-Expertinnen und Experten sowie interessierten Einsteigerinnen und Einsteigern ermöglicht und den Dialog über den verantwortungsvollen Einsatz von KI in Bildung und Zivilgesellschaft fördert – insbesondere im Kontext der kürzlich verabschiedeten EU-KI-Verordnung.
Da KI-Technologien zunehmend Bildung, Kommunikation und gesellschaftliches Leben prägen, setzt sich das Projekt mit der digitalen Transformation in ihrem aktuellen, potenziell transformativen Aspekt auseinander. Es befähigt zunächst Fachkräfte der Jugendarbeit – und in weiterer Folge auch junge Menschen – dazu, sowohl auf persönlicher als auch auf beruflicher Ebene „AI-proof“ zu werden: informiert, kritisch, inklusiv und anpassungsfähig.
Das Hauptziel des Projekts ist die Förderung einer „modernen“ Medienkompetenz und einer kritischen Reflexion über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) unter Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern, zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren sowie jungen Menschen selbst.
Konkret verfolgt das Projekt vier zentrale Ziele:
- Das Bewusstsein von Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie jungen Menschen für die Risiken, ethischen Herausforderungen und das transformative Potenzial von KI zu schärfen
- Den „Wissens-Transfer“ von KI-Expertinnen und Experten und -Enthusiastinnen und Enthusiasten zu Neueinsteigerinnen und Neueinsteigern zu fördern, um Neugierde und eigenständiges Lernen im Bereich KI anzuregen
- Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter mit grundlegenden KI-Kenntnissen und praktischen Werkzeugen auszustatten, um kritische Reflexion und KI-Kompetenz bei Jugendlichen zu fördern
- Diskussionen über die Integration von KI in Zivilgesellschaft und Bildungseinrichtungen anzustoßen und konkrete politische Empfehlungen im Einklang mit dem EU AI Act zu formulieren
Die Projektaktivitäten sind in fünf Arbeitspakete (WPs) unterteilt:
WP1 umfasst das Projektmanagement und sorgt für einen effizienten, gut dokumentierten und qualitätsgesicherten Ablauf des Projekts
WP2 beinhaltet das Sammeln von Erfahrungsberichten und Einblicken von KI-Expertinnen und Experten sowie -Interessierten in Text- und Videoform, um Neueinsteiger*innen einen Zugang zu den zentralen Themen und realen Perspektiven zu ermöglichen. Das Hauptergebnis ist die mehrsprachige digitale Plattform „Book of AI Experiences“
WP3 umfasst die gemeinsame Entwicklung der Podcast-Reihe AI.Proof für Fachkräfte der Jugendarbeit, mit Themen wie KI & Ethik, KI in der non-formalen Bildung und Jugendstimmen im digitalen Zeitalter
WP4 beinhaltet eine internationale Lern-, Lehr- und Trainingsaktivität (LTTA) für Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter sowie die Entwicklung eines praxisorientierten Bildungsmaterials (AI.Proof – Toolkit) zur Förderung der KI-Kompetenz in non-formalen Lernkontexten
WP5 bündelt alle Maßnahmen zur Verbreitung des Projekts und seiner Ergebnisse sowie die Erstellung von politischen Handlungsempfehlungen zur ethischen und wirkungsvollen Integration von KI in Jugendarbeit und Bildung. Dazu zählen auch eine Reihe von Multiplikatorveranstaltungen.
Gemeinsam tragen die Arbeitspakete dazu bei der Diskussion über die KI anzuregen und die Kompetenzen von Jugendarbeiterinnen und Jugenarbeitern im Umgang mit ihr zu stärken und weiterzuentwickeln.




